vorfreund

Ein gestalterisches Plädoyer für die Wertschätzung einer verkannten Emotion

Franziska Lorenz

Kommunikationsdesign BA

Supervision
Prof. Stefan Bufler

Auf der Werkschau
L-Gebäude EG: Flur

Vorfreude kann Personen befähigen, Glück aus Erfahrungen zu ziehen, bevor diese überhaupt gemacht wurden. Ziel dieses Projektes soll es sein, ein Objekt zu entwickeln, das Vorfreude wieder zum Selbstzweck macht und Menschen dazu bringt, aus ihrem Alltagstrott zu entfliehen. Menschen sollen dadurch lernen, sich wieder Zeit für Tagträumereien zu nehmen und das Vergehen von Zeit als erträglicher zu betrachten. Es soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass es sinnvoller ist, sich sorglos auf ein Ereignis zu freuen, anstatt zu hinterfragen, ob es überhaupt die Vorfreude „wert“ ist.

Gerade wegen der weitgehenden Digitalisierung der Welt suchen Menschen aufgrund der zunehmenden „Entkörperlichung und Ortslosigkeit“ immer mehr stetige Elemente in ihrem alltäglichen Leben. Dabei wird oft auf Rituale zurückgegriffen. Dabei hebt sich das Ritual von der unangenehmen Alltagssituation ab und erzeugt so eine „Gegenwelt zum Alltag“. Das heißt, dass Rituale besonders in Zeiten der Veränderung als Anker für Menschen dienen können. Der Vorfreund hilft eine unterschätzte Emotion zu ritualisieren und dient so als kleine, unbeschwerte Unterbrechung des Alltags.