Thomas Suadicani
Pantotype

Holzmatrizen der Basis-Schrift

Basis Schrift und die drei Verzerrungen

Seiten des Werkes Ursonate, gesetzt in der Pantotype Schrift

Thomas Suadicani
Pantotype

Kommunikationsdesign KD - Bachelor

Betreuung

Prof. Michael Wörgötter
M.A. Jürgen Hefele

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Verzerrung einer Schrift durch einen Zufallsprozess

Die Grundidee meiner Arbeit war eine Schrift zu gestalten, in der der Gestalter keinen Einfluss auf die Endform der Glyphen hat. Der Zufallsprozess soll die Formen selber generieren.
Als Werkzeug zur Visualisierung des Zufallsprozesses verwendete ich einen Pantograph.
Der Name Pantotype setzt sich zusammen aus Panto (Repräsentation des Pantographen) und Type (Resultat des Zufallverfahrens).
Zuerst gestaltete ich eine Schrift, die zu der Basis der Verzerrungen diente.
Um der Ausgangsform während des Zufallsprozesses treu zu bleiben, baute ich Holzmatrizen von der Basisschrift.
Der erste Schritt des Prozesses bestand darin, die Positionen des Pantographen und die Einheiten der Achsen für die jeweiligen Verzerrungen zu definieren. Die Position des Pantographen bestimmte ich anhand eines vierseitigen Würfels. Die Einheiten der vier Achsen werden ebenso mithilfe von Würfeln bestimmt. Für jede Achse werden jeweils zwei sechsseitige Würfel geworfen. Das Ergebnis der Summe der zwei Würfel entspricht dem Loch, indem die Achse eingestellt werden soll. Der Vorgang des Würfelns habe ich drei mal ausgeführt.
Die Schriftfamilie Pantotype umwandelte ich in einen Variable Font. Die Basis Schrift und die drei Verzerrungen dienten als die Master der Font. Durch die Interpolation zwischen den Mastern war es möglich die Ergebnisse des Zufallsprozesses zu erweitern. Generiert wurden Instanzen zwischen den verschiedenen Schnitten.
Zum Abschluss wählte ich die Ursonate von Kurt Schwitters aus, um es mit meiner Schrift wiederzugeben. Mir war es wichtig, dass das zu verwendende Werk einen Zusammenhang mit den Aspekten Zufall und Experimentalismus hat - und das hat der Dadaismus.
Die Stellen, in denen die Verzerrungen verwendet werden, dienen als gestalterische und tonale Mittel.
Sie sind frei interpretierbar. Im Vortrag entsprechen die Verzerrungen den Änderungen in z. B. Tempo, Tonhöhe, Emotion und der Art und Weise der Aussprache.

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Ursonate von Kurt Schwitters gesetzt in der Pantotype Schrift. Hardcover Buch mit Fadenheftung. DIN A5 Größe, 44 Seiten.